Was ist Proktologie?
Der Begriff stammt vom griechischen „proktós“ für After. Ein Proktologe ist ein Arzt, der sich auf Erkrankungen des Enddarms und des Afters spezialisiert hat.
Viele Betroffene warten lange, bevor sie ärztlichen Rat suchen. Dabei lassen sich die meisten Beschwerden zuverlässig abklären. Wichtig: Blut im Stuhl oder am Toilettenpapier sollte immer ärztlich untersucht werden.
Erkrankungen, die wir behandeln
Hämorrhoiden
Vergrößerte Gefäßpolster am Darmausgang. Sie können bluten, jucken, nässen oder hervortreten. Je nach Stadium reicht oft eine konservative Behandlung; bei fortgeschrittenen Befunden kann eine Operation sinnvoll sein.
Perianalvenenthrombose
Ein plötzlich auftretender, schmerzhafter, bläulicher Knoten am After durch ein Blutgerinnsel in einer Vene. Oft wird sie mit Hämorrhoiden verwechselt.
Analfissur
Ein Einriss der Haut im Analkanal, der vor allem beim und nach dem Stuhlgang stark schmerzt. Viele Fissuren heilen mit konservativer Therapie; chronische Fissuren können eine Operation erfordern.
Marisken
Harmlose Hautfalten am Afterrand, die die Hygiene erschweren können. Bei Beschwerden lassen sie sich mit einem kleinen Eingriff entfernen.
Analfistel
Ein entzündlicher Gang zwischen Analkanal und Haut, meist als Folge eines Abszesses. Eine Fistel heilt in der Regel nicht von selbst und wird operativ behandelt.
Analpolyp
Gewebewucherung im Analkanal, die je nach Befund entfernt und feingeweblich untersucht wird.
Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis)
Eine Entzündung in der Gesäßfalte über dem Steißbein, oft durch eingewachsene Haare. Sie kann akut als Abszess auftreten und wird meist operativ saniert.
Unser Behandlungsansatz
Wir schauen uns jeden Befund kritisch an und operieren nur, wenn es nicht anders geht. Denn eine Operation ist nur dann ein Erfolg, wenn sie Ihre Beschwerden tatsächlich lindert.
Wir orientieren uns an aktuellen medizinischen Leitlinien und besprechen mit Ihnen offen, welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.